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KÖRPER & GEIST


Was hilft gegen eine Sonnenallergie?


Eine Sonnenallergie kann sich durch rote und juckende Hautstellen zeigen. Sie entsteht vermutlich durch UV-Strahlen und Inhaltsstoffe in Hautpflegemitteln. Wie Sie vorbeugen können.

Viele Menschen fiebern ihrem Sommerurlaub entgegen. Aber egal, ob es sie in den Süden zieht oder sie in Balkonien weilen: Sonne satt soll es sein! Doch die Sonnenbäder sorgen bei manchem Urlauber nicht nur für Entspannung, sondern bewirken auch juckende und rote Hautstellen. Die gängige Selbstdiagnose lautet dann: Sonnenallergie.


Anzeichen der Sonnenallergie: Juckreiz und starke Rötungen

"Meist handelt es sich dabei nicht um eine echte Allergie, sondern um eine Unverträglichkeit", sagt Dr. Joachim Christ, Dermatologe aus Bonn. "Es gibt mehrere Hautkrankheiten, die durch UV-Licht ausgelöst werden. Am weitesten verbreitet ist die polymorphe Lichtdermatose, auch PLD oder Sonnenallergie genannt."

Die Anzeichen reichen von Juckreiz und heftigen Rötungen bis hin zu Knötchen. Häufig betroffen sind dabei Stellen, die starker Sonnen­­bestrahlung ausgesetzt waren. Vor allem im Frühjahr treten die Symptome auf, wenn unsere Haut noch nicht an das Sonnenlicht gewöhnt ist.

"Wer denkt, nur helle Haut sei gefährdet, irrt sich", warnt Dr. Jo­achim Kresken, Apotheker und Vor­sitzender der Gesellschaft für Dermopharmazie. "Auch Menschen mit stärker pigmentierter Haut können eine PLD entwickeln." Wie diese entsteht, ist noch nicht abschließend geklärt. "Nach derzeitigem Kenntnisstand re­agiert das Immunsystem der Haut auf das Zusammenspiel von UV-A-Strahlen und bestimmten Inhaltsstoffen in Hautpflege- und Sonnenschutzmitteln", so Kresken.


Sonnenallgerie: Was dagegen hilft

Falls ein Sonnenbad zu intensiv war, können bei leichten Entzündungsanzeichen bereits kühle Umschläge oder äußerlich anwendbare Zubereitungen aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Hydrocortisonacetat helfen. Antihistaminika wiederum blockieren bestimmte Botenstoffe im Gewebe, die sonnenallergische Reaktionen auslösen. Die Einnahme kann auch vorbeugend sinnvoll sein.

Eine Sonnenallergie muss bei Patienten nicht zwangsläufig immer wieder neu auftreten. "Das hängt zum großen Teil vom persönlichen Verhalten ab", sagt Apotheker Kresken. Bei starken und lang anhalten­den Beschwerden wird der Hautarzt stärker wirksame Kortisonpräparate verschreiben. Und damit der Akutfall nicht den Sommerurlaub trübt, ­empfiehlt Facharzt Christ: "Eine leichte Kortisonmilch und ein Anthistaminikum sollten auf Reisen in den Koffer, falls die Haut gegen die Urlaubssonne protestiert."


Was die Sonnenallergie verhindert

Lichtschutzmittel und After-Sun-Produkte auf ­Gel­basis enthalten keine Emulgatoren und Fettstoffe, die neben UV-A-Licht als Verursacher der Haut­erkrankung gelten. Beim Kauf auf einen hohen UV-A-Schutzfaktor achten. Vor allem zu Beginn des Sommers heißt es für gefährdete Hauttypen: die Mittagshitze und lange Sonnen­bäder meiden und die Haut mit Textilien schützen. "Wer rund acht Wochen vor dem Urlaub beginnt,­ Betacaroten einzunehmen, kann die Schutzfunktion der Haut gegenüber UV-Strahlung erhöhen", sagt Dermatologe Christ. Vom Kauf der Präparate ohne Beratung hält er wenig: "Ich rate zu Produkten aus der Apotheke." Eine sogenannte UV-Gewöhnungstherapie unter haut­ärztlicher Aufsicht bereitet durch regelmäßige UV-Bestrahlungen auf die Sonne vor. Von Eigenversuchen im Solarium rät Christ dringend ab.


Quelle: Apotheken Umschau, Juliane Gutmann, 22.07.2013