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SPORT & FREIZEIT


Wie wechsle ich von Sommer- auf Wintersport?


Kalte, kurze Tage: Im Winter ist es oft viel schwieriger, sich zu regelmäßiger Bewegung zu motivieren. Inspiration und Tipps, wie Sie den perfekten Wintersport für sich finden

Im Sommer geht alles ganz einfach: Laufschuhe an und raus. Bikini an und zum See. Fahrrad aus der Garage und los. Und im Winter? Mit dem richtigen Wintersport ist regelmäßige Bewegung auch in der kalten Jahreszeit kein Problem. Wir verraten, wie Sie den perfekten Wintersport für sich finden – oder Ihren Sommersport in den Winter mitnehmen.


Was macht mir Spaß? Welchen Sport kann ich gut?

Eines vorweg: Es gibt kein Patentrezept für die Wahl des passenden Wintersports. Aber viele gute Tipps: „Helfen können die Fragen: Was interessiert mich? Was kann ich körperlich? Welchen Sport habe ich schon mal ausgeübt?“, sagt Professor Hans Peter Brandl-Bredenbeck. Als Sportwissenschaftler und Leiter des Sportzentrums lehrt er das Fach „Sportpädagogik“ an der Universität Augsburg. Sind diese Fragen geklärt, gilt es, die eigenen Interessen mit dem Angebot vor Ort abzugleichen. Entscheidend ist der Trainingsstand und die eigenen Fähigkeiten beziehungsweise mögliche Einschränkungen. Weniger bewegliche Personen sollten beispielsweise im Winter statt zum Snowboard wohl besser zu den Walking-Stöcken greifen. Was außerdem eine Rolle spielt: Wie hoch ist der organisatorische Aufwand? Wie teuer ist der Sport? Skifahren oder Snowboarden ist in der Regel teuer und die Anfahrt ist oft lang. Walken dagegen funktioniert auch am örtlichen Waldrand.
„Sportvereine haben eine riesige Palette an Angeboten – Jeder, der sich informiert, findet was für sich“, meint Brandl-Bredenbeck. Ob Thai Bo, Zumba oder Pilates: Die Reihe an Indoor-Sportarten ist lang. Wer sich für den Outdoor-Sport entscheidet, sollte vor allem auf die richtige Kleidung achten: „Bei Minusgraden hat sich das Zwiebelprinzip bewährt“, weiß Brandl-Bredenbeck. Er empfiehlt Funktionsunterwäsche unter weiteren Kleidungsschichten – das erhält den Wärmepuffer zwischen den Schichten und der Körper kühlt nicht aus. Und falls es zu warm wird, kann man einfach etwas ausziehen. Außerdem wichtig: Rutschfeste Laufschuhe verringern das Verletzungsrisiko.

Welcher Wintersport-Typ sind Sie?

Welcher Wintersport ist denn nun der richtige für mich? Das ist ganz klar Typsache. Machen Sie Sport lieber alleine oder in Gesellschaft? Muss es um Punkte gehen oder verabscheuen Sie Wettkampf? Ist der Spaßfaktor wichtiger als der Trainingseffekt? Ausdauer oder Kraft? Natur oder Indoor? Einige Vorschläge, die Sie abhängig von Ihren persölichen Fähig- und Möglichkeiten vielleicht aufgreifen können:

  • „Ich will nur meinen Spaß“
Schlittschuhfahren und Rodeln mit einer Horde von Freunden oder der Familie bringt neben der Bewegung auch jede Menge Spaß.
  • „Ich will Wettkampf“
Curling, Eisstockschießen oder Eishockey: Wer sich im Winter sportlich messen will, liegt mit diesen Sportarten richtig. Wen es in die Halle zieht: Tennis oder Fußball – aber Vorsicht, das Verletzungsrisiko ist bei Ball- und Spielsportarten etwas höher als zum Beispiel beim Ausdauersport.
  • „Ich will in die Berge“
Ob Winterwandern, Snowboarden, Ski Alpin, Skilanglauf, Schneeschuhwandern: Der Berg ruft!
  • „Ich will in der Halle sporteln“
Anlaufstelle Nummer Eins für diejenigen, die dem Winter beim Sport aus dem Weg gehen wollen: das Fitnessstudio. Auch Sportvereine haben eine Menge Angebote: Squash, Aerobic, Zumba, Pilates. Auch das Hallenbad ist eine Option.

Vorsicht bei Jogging und Radfahren im Winter

Mit der richtigen Ausrüstung klappt Jogging und Fahrradfahren auch im Winter. Aber Vorsicht: Bei vereistem Boden sollten das Fahrrad und die Laufschuhe daheim bleiben – Sturzrisiko! Bei extrem frostigen Temperaturen sind Sie besser vorsichtig – der eisige Fahrtwind kann die Atemwege strapazieren. Allgemein gilt beim Wintersport: Atmen Sie durch die Nase. Dabei erwärmt sich die Luft und wird gereinigt. Auch fürs Wandern und Walken finden sich winterliche Gegenstücke. Wer in passender Umgebung wohnt, kann im Winter zum Beispiel die Wanderschuhe gegen Langlaufskier eintauschen. „Auch Schneeschuhwandern ist kein aufwendiger Sport“, weiß Professor Peter Bärtsch, Sportmediziner vom Universitätsklinikum Heidelberg.

So motivieren Sie sich auch im Winter

Bei dem Wechsel von Sommer- auf Wintersport hapert es oftmals an der Motivation. Frostige Temperaturen und kurze Tage verderben vielen die Lust an der Bewegung an der frischen Luft. Aber sich zu motivieren ist nicht schwer. „Klare und realistische Ziele sind das A und O“, meint Brandl-Bredenbeck. Ein Anfänger solle sich beispielsweise keine fünf Jogging-Einheiten pro Woche aufbrummen. „Der zweite wichtige Motivationstrick ist, sich mit anderen zum Sport zu verabreden“, erklärt Brandl-Bredenbeck weiter. Die fehlende soziale Kontrolle ist oft der Grund dafür, dass wir uns nicht für den einsamen Heimsport motivieren können. Als dritten Punkt nennt der Experte das Anreizsystem: Der Saunabesuch nach dem Sport oder der Capuccino im Café als Belohnung helfen beim Durchhalten. Wie die Vorfreude auf den nächsten Sommer.


Quelle: Juliane Gutmann, Apotheken-Umschau | www.apotheken-umschau.de | Foto: © ARochau - Fotolia.com